Identitätsdiebstahl ist in Europa auf dem Vormarsch und längst nicht nur auf Cyberkriminalität beschränkt. Allein in Deutschland verursacht Identitätsklau jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Nach wie vor profitieren Betrüger von Firmen und Privatpersonen, die Dokumente mit vertraulichen und personenbezogenen Daten achtlos in der Altpapiertonne entsorgen. Die so gewonnenen Informationen dienen den ID-Betrügern dazu, in Ihrem Namen Waren, Dienstleistungen oder Kredite anzufordern. Die Datendiebe profitieren vom guten Ruf und der Glaubwürdigkeit ihrer Opfer und können diese empfindlich schädigen.
Wer Betrügern keine Chance geben will, der muss sämtliche Dokumente, die diesen als Grundlage für ihre kriminellen Machenschaften dienen könnten, im Aktenvernichter unkenntlich machen, bevor sie ins Altpapier gelangen. Unternehmen müssen insbesondere bei Personalunterlagen, Dokumenten mit Kundendaten, Verträgen, Rechnungen und allen Dokumenten, die Informationen zu Forschung und Entwicklung enthalten, höchste Vorsicht walten lassen. Ist es im Büro schon an der Tagesordnung, vertrauliche Informationen nicht einfach in den Papierkorb wandern zu lassen, sind viele Privatpersonen erschreckend gleichgültig, wenn es um ihre persönliche Sicherheit geht. Dabei sollten auch sie unbedingt sämtliche Konto- und Kreditkartenbelege, Steuerbelege, Kommunikation mit Behörden und Versicherungen, Beschäftigungsnachweise, Rechnungen, medizinische Unterlagen und generell alle Schriftstücke, die ihre persönliche Unterschrift tragen, vor der Entsorgung schreddern, um Datenmissbrauch vorzubeugen.
Im Hausgebrauch bzw. im Heimbüro ist die Verwendung eines Aktenschredders zwar ratsam und wird von Datenschutzexperten empfohlen, sie ist aber optional. Dies gilt nicht für Unternehmen. Diese sind laut §4ff BDSG verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu ernennen, wenn mehr als 9 Personen im Betrieb mit vertraulichen Daten in Kontakt kommen. Dem Datenschutzbeauftragten obliegt die fachgerechte Entsorgung aller Dokumente mit personenbezogenen Daten.
Die Wahl des geeigneten Geräts ist dabei stark vom individuellen Anforderungsprofil des Nutzers abhängig. Je nachdem, ob es sich um einen
Aktenvernichter Büro oder um ein Modell für einen Privathaushalt handelt, ob es nur hin und wieder oder regelmäßig für große Dokumentenmengen benötigt wird, und je nach dem gewünschten Grad an Sicherheit , wird eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle angeboten, die sich durch Schnittverfahren, Sicherheitsstufe und die Größe des Auffangbehälters unterscheiden.