Der Engländer und sein Garten - das ist eine Einheit, die weltberühmt ist. Der englische Garten verströmt Liebe, auch zum Detail, ohne streng und akkurat zu wirken. Der typisch englische Garten unterscheidet sich von anderen Gärten durch seine natürlich anmutende, parkähnliche Struktur. Der Begriff Landschaftsgarten ist hier gut zutreffend. Man könnte meinen, die Anordnung der Pflanzen sei in einem englischen Garten von Mutter Natur bestimmt worden, so lieblich und zauberhaft und natürlich schön ist sein Anblick.
Doch in Wirklichkeit wurde diese Struktur vom Menschen klug geplant und angelegt sowie mit viel Fleiß gepflegt. Denn Verwilderung darf nicht sein.
Einladende Bänke und romantische Steinfiguren verschönern die einzelnen Gartenbereiche und lauschigen Ecken. Maulwurfshügel passen ebenso wie Steine oder Wildblumen in diese Gartenstruktur, so dass eine Maulwurfbekämpfung oder gar ein
Maulwurfschreck überhaupt nicht notwendig sind.
Es gehört schon sehr viel Liebe zur Natur dazu, einen Garten derart natürlich zu gestalten. Der englische Gärtner verwendet viel Zeit und Geld für seinen Garten. Auch beschäftigt er sich durchaus mit der Geschichte des englischen Gartens. Jedes Kind in England kennt zum Beispiel den Landschaftsgärtner Lancelot "Capability" Brown aus dem 18. Jahrhundert.
Diese Hingabe spürt man, wenn man einen englischen Garten betrachtet.
Der berühmte englische Rasen gehört natürlich auch in jeden englischen Garten. Doch er ist nicht nur zum Anschauen da. Er lädt zum Croquet-Spiel, zur Barbecue-Party oder zum sonstigen gemütlichen Verweilen ein, wird also auf jeden Fall genutzt.
Ein englischer Garten ist zwar genau geplant und gepflegt, jedoch wirkt er niemals steif und unbegehbar. Das ist die Kunst des englischen Gärtnerns, das macht den Reiz des englischen Gartens aus - mag er nun parkähnlich groß oder ein kleiner cottage garden hinter dem Reihenhaus sein.
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