Das Jahr hat gerade erst begonnen und gerade in der kalten Jahreszeit ist es besonders schön, dann Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Besonders, wenn es wieder wärmer wird bieten sich Auflüge und Städtetrips besonders an. Eine
Städtereise London kann dabei nicht nur zum Shoppen und zum Sightseeing genutzt werden, auch Wissen über das Land und das Leben in der Vergangenheit kann sich auf leichte Art und Weise während einer solchen Reise angeeignet werden.
Geschichtsinteressierte Urlauber können sich in vielen Museen und Ausstellungen von der Vergangenheit Großbritanniens in den Bann ziehen lassen und mehr über die Kriege und Auseinandersetzungen in den verschiedenen Jahrhunderten erfahren. Das Imperial War Museum eignet sich zum Beispiel hervorragend für Geschichtsmuffeln um einen leichten Einstieg in die Thematik zu bekommen.
Zur Zeit findet man in dem Museum die Ausstellung "Shaped by War" von dem bekannten Fotografen DonMcCullin. Zu sehen sind dort beeindruckende Schwarzweißbilder, die das öffentliche Bewusstsein für die Prozesse bei modernen Konflikten und das Verständnis davon sowie ihren Folgen prägten. Diese Ausstellung zeigt die bislang größte Sammlung aus dem Werk von McCullin. Die Fotografien werden direkt neben dem kürzlich in Auftrag gegebenen Filminterview, Zeitschriften und persönlichen Erinnerungsstücken präsentiert. Sie erzählen die erstaunliche Geschichte seines Lebens und seiner Arbeit, einschließlich von seinen Einsätzen an den verschiedensten Orten, wie Berlin, Vietnam, Kambodscha, Biafra, Bangladesh und dem Nahen Osten.
Die First World War Galleries gehören fast schon zum Pflichtprogramm für jeden, der sich für das Leben zur Zeit der Kriege des frühen 20. Jahrhunderts interessiert. Die Ausstellung zeigt jeden Teil des Konflikts, angefangen vom Leben in den schrecklichen Schützengräben bis zu den Luftangriffen mit dem Zeppelin, bei denen erstmalig Zivilisten in die Schusslinie gerieten. Die Besucher erfahren hier mehr über das Leben der Männer, die in den Schützengräben an der Westfront kämpften und starben, bevor sie es dann selbst erleben, wie es sich anfühlt, in einem Schützengraben an der Somme zu stehen.
Das Ende des Zweiten Weltkriegs markiert jedoch keinesfalls das Ende der internationalen Konflikte. Die sich unaufhörlich weiterentwickelnde Technologie sorgt lediglich dafür, dass sich die Art und Weise der Kampfführung zwischen den Ländern verändert. Das Museum beschäftigt sich auch mit den Konflikten nach dem Kriegsende 1945, einschließlich des Kalten Krieges, des Falklandkriegs und des Golfkriegs 1990-1991.
England ist bekannt für seine Marine. Jeder, der sich für die Marinegeschichte des Landes interessiert, wird sich die Gelegenheit zum Besuch der HMS Belfast - einem der berühmtesten Schiffe des Landes - wohl kaum entgehen lassen. Die HMS Belfast wurde 1938 vom Stapel gelassen und diente sowohl im Zweiten Weltkrieg und im Koreakrieg mit Auszeichnung, bevor sie am Ufer der Themse vor Anker ging. Die Besucher des Schiffs erfahren, was es hieß, an Bord eines Kriegsschiffes zu leben und zu arbeiten. An Bord erleben die Besucher ein aufregendes Stück Seefahrergeschichte auf neun Decks und hören spannende Geschichten über die Schlachten von den Matrosen, die einst an Bord lebten. Bei der Gun Turret Experience geraten die Besucher mitten in eine Schlacht des Zweiten Weltkriegs, während man im interaktiven Kommandoraum die Rolle des Kapitäns bei der Befehligung der Schiffsflotte vor Nordborneo übernehmen kann. Die Besucher erfahren auch, was es bedeutete, ein Teil der Gemeinschaft auf dem Schiff zu sein und wie die Schiffsbesatzung auf den engen Mannschaftsdecks Tag und Nacht zusammen lebte.
Besucher, die mehr über die Seefahrergeschichte Großbritanniens erfahren wollen, sollten gleich ins Londoner National Maritime Museum gehen.
Eine faszinierende Veranstaltungsreihe, die dort gegenwärtig vom Museum veranstaltet wird, ist die Trader Unpacked Season. Bis zum 25. Februar beschäftigt man sich hier im Rahmen einer Reihe von Aufführungen, Vorträgen und Gesprächsrunden mit der britischen Handelsgeschichte seit der berüchtigten East India Company.
In der Zeit vom 27. April bis zum 9. September findet dann die Royal River Exhibition statt, bei der zu Ehren des diamantenen Jubiläums der Queen die königliche Geschichte der Themse nachgezeichnet wird. Mit der Ausstellung wird die außergewöhnliche und abwechslungsreiche Geschichte der Themse in den Vordergrund gerückt, die immer wieder als Bühne für Prunk und Macht bei wichtigen Ereignissen fungierte.