Steht der Kauf eines neuen Autos an und man hat sich sogar dazu entschieden, einen
Neuwagen zu kaufen, sollte man im Hinblick auf die Entwicklung an den hiesigen Tankstellen die Überlegungen in Richtung Hybrid lenken. Auch wenn die Fahrzeuge mit dem Zwei-Motoren-Antriebskonzept längst kein Schattendasein mehr frönen und lange Zeit eine positive Entwicklung bei den Verkaufszahlen zu verzeichnen war, so scheint die Akzeptanz der Hybrid-Fahrzeuge bei den Autokäufern noch nicht hinreichend ausgeprägt zu sein. Zumindest suggerieren dies die stagnierenden bis rückläufigen Verkaufszahlen. Autobild hat sich die Zulassungsstatistiken des vergangenen Jahres einmal genauer unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass gerade die Hybrid-Fahrzeuge zu den großen Verlierern 2010 gehören. Überraschenderweise steht ganz oben, oder hier treffender gesagt, ganz unten, der Honda
Insight Hybrid. Überraschend ist es gerade im Hinblick auf den vergleichsweise günstigen Preis. Aber auch der Marktführer, der Toyota Prius wurde 2010 deutlich weniger verkauft, als im vorangegangenen Jahr. Was sind also die Gründe?
Die ständig weiter nach oben steigenden Benzinpreise sollten doch ein klares Plus für den Kauf eines Hybriden sein. Nimmt man noch die angespannte weltpolitische Situation und deren Auswirkungen auf die Erdöltransporte, muss man doch zwangsläufig bestrebt sein, die Abhängigkeit vom Erdöl aufzugeben. Und die letzten Jahre haben doch gezeigt, dass es eine zunehmende Käuferschaft für diese umweltschonenden und spritsparenden Fahrzeuge gibt. Zugegeben, der Preis für einen Hybrid ist im Vergleich zu einem konventionellen Benziner oder Diesel deutlich höher. Selbst der Honda Insight ist mit seinem Preis von knapp 20.000 Euro doch recht teuer in der Anschaffung, bedenkt man dabei, dass man deutliche Abstriche bei der Leistung und im Design hinnehmen muss. Scheinbar sind dies heute immer noch die stärkeren Argumente für den Kauf eines Autos. Und es bedarf schon einer relativ großen Fahrleistung, ehe sich die Einsparung durch die geringeren Benzinkosten auch im Geldbeutel sichtbar zeigen. Denn die Vorteile des Hybrid liegen klar bei kürzeren Strecken wie den Weg zur Arbeit oder zum nächsten Supermarkt. Auch im Stadtverkehr kann der Hybrid auftrumpfen. Auf den Autobahnen oder Straßen mit Anstieg ist die durch den Elektromotor erzeugte Energie oft noch unzureichend, so dass in diesen Situationen der Verbrennungsmotor zum Einsatz kommen muss. Trotz dessen liegt der Verbrauch der Hybridfahrzeuge bei sparsamer Fahrweise unter 5 Liter. Klar, die Technik muss noch weiterentwickelt und die Anschaffungskosten deutlich gesenkt werden. Aber der Anfang ist gemacht und eine Überlegung beim Kauf eines Autos ist der Hybrid alle Mal wert.