Wenn man mit Panikattacken leben muss, erscheint bisweilen so ziemlich alles übrige total nebensächlich. Panikattacken lenken die Betroffenen nicht selten vom eigentlich Leben ab. Aber es gibt Mittel und Wege, wie man Panikattacken wieder los wird.
Panikattacken sind wie die meisten seelischen Krankheiten immer noch ein Problem, über das niemand gerne redet. Eine der Hauptursachen für Angststörungen ist, dass wir nicht die Kontrolle über wesentliche Umstände haben.
Leute, die an Panikattacken leiden, reagieren auf ungefährliche Situationen panisch. Anders als bei normaler Panik, welche in tatsächlich gefährlichen Situationen auftritt, wird das Angstgefühl nicht offen gezeigt, sondern unterdrückt.
Typisch für unter Panikattacken Leidende ist zudem die
Angst vor der Angst. Darunter versteht man das: Der Betroffene hat hier bereits Angst davor, dass die Panikattacke überhaupt erst auftritt.Diese Furcht ist dann der Auslöser für die Panikattacke.
Die Ursache für das Auftreten von Panikattacken sind an und für sich keineswegs rational. Die Symptome sind es hinwieder schon. Physisch spielt es nämlich keine Rolle, was der eigentliche Grund für diese Furcht ist. Bedeutungslos ,ob die Person in einem Gebäude, das in Flammen steht, steht und in Panik ausbricht oder Befürchtung davor hat, vor einer Gruppe zu reden, die Reaktionen des Körpers sind die gleichen.. Wie bereits in der Steinzeit üblich, folgt ein Domino-Effekt.
Verschiedene Hormone werden ausgeschüttet, um dem Betroffenen auf einen Kampf oder die Flucht vorzubereiten. Durch die Ausschüttung der Hormone beschleunigt sich der Herzschlag sowie die Atemfrequenz. Auch der Blutdruck steigt. Logischerweise bemerkt der Betroffene die Symptome. Der Betroffene kämpft indessen nicht und flieht auch nicht. Was passiert anschließend mit der bereitgestellten Energie? Die Veränderungen des Körpers werden als bedrohlich empfunden. Man befürchtet beispielsweise, ohnmächtig zu werden oder von einem Herzinfarkt heimgesucht zu werden. Schließlich könnten der hohe Puls und weitere Symptome ein Beleg hierfür sein.
Ebendiese Gedanken verstärken die Furcht und die Symptomatik zusätzlich. So hat die Angst vor der Angst letztendlich die Panikattacke hervorgerufen.
Welche Symptome können bei einer Panikattacke auftreten?
Hoher Puls, hohe Atemfrequenz, die bis zur Hyperventilation führen kann, Schwindel, Schweißausbrüche, Angst umzukippen und auch die Furcht zu sterben.
Wenn eine Person unter Panikattacken leidet, ist es wirklich vorteilhaft, dass er sich auch damit beschäftigt, was dabei physisch eigentlich geschieht. Was aber meist eher hilft, ist, wenn man mit anderen Betroffenen, ins Gespräch kommt. Sie sollten wissen, dass Sie mit Ihrer
Panikstörung nicht allein dastehen. PSOG stellt eine Plattform für Betroffene von Panikattacken und weiteren psychischen Erkrankungen. Panikattacken sind in den Griff zu bekommen.
Sebastian Krämer ist Autor und unterhält einen Blog zum Thema psychische Erkrankungen wie Panikattacken, Hypochondrie und anderen psychischen Krankheiten. (www.psog.de). Sie können ihn unter info (ät) psog.de kontaktieren.